Die Junkers W 34 (auch Ju 34) geht auf die F13 zurück, die kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges als modernstes Verkehrsflugzeug jener Zeit entwickelt wurde. Die Prototypen der W34 und der ähnlichen W33 unterschieden sich bis auf die Triebwerke wenig von den letzten Ausführungen der F13. Anfänglich waren die in der üblichen Junkers-Wellblechbauweise ausgeführten Flugzeuge mit einem offenen Cockpit ausgerüstet, doch erhielten die Führersitze später eine unförmige Verkleidung. Die als Frachtflugzeug ausgelegte W33 wurde mit Reihenmotoren verschiedenster Herkunft ausgerüstet, doch gelangte normalerweise der Junkers L-5 von 280-310 PS zum Einbau. Zwischen 1927 und 1934 wurden 199 W33 gebaut, von denen zahlreiche auch ins Ausland exportiert wurden.Im Gegensatz zur W 33 war die W 34 mit Kabinenfenstern ausgerüstet, so dass sie als Passagierflugzeug für maximal sechs Passagiere oder als Frachtflugzeug verwendet werden konnte. Bei den eingebauten Motoren handelte es sich durchwegs um Sternmotoren verschiedenster Herkunft. Neben der Lufthansa und zahlreichen ausländischen Fluggesellschaften stellte auch die im Aufbau befindliche deutsche Luftwaffe die W 34 in ihren Dienst. Diese als Navigations- und Blindflugtrainer eingesetzten Maschinen wurden vor allem mit dem BMW 132A von 660 PS (W34hi mit Zweiblattpropeller) und dem BMW-Bramo 322 von 650 PS (W 34 auch mit Vierblattpropeller) ausgerüstet. Die letzte W 34, eine mit Schwimmern ausgerüstete W 34 fi, stand bis 1962 im Dienst einer kanadischen Lufttaxigesellschaft. Das Flugzeug ist heute im National Aviation Museum in Ottawa ausgestellt.
Technische Daten Junkers Ju W 34 hi
| Triebwerk |
ein 9-Zylinder Sternmotor |
| Typ |
BMW 132A |
| Leistung |
660 PS |
| Spannweite |
18,48 m |
| Länge |
10,27 m |
| Höhe |
3,53 m |
| Flügelfläche |
44 m2 |
| Leergewicht |
1700 kg |
| Fluggewicht |
3200 kg |
| Max.Geschwindigkeit |
265 km/h |
| Reisegeschwindigkeit |
233 km/h |
| Steiggeschwindigkeit |
5,30 m/sec |
| Gipfelhöhe |
6300 m |
| Reichweite |
900 km |
| Besatzung |
- |
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