Das Stieglitz Schulflugzeug erschien erstmals 1932, und der Prototyp unternahm seinen Erstflug im Spätsommer desselben Jahres. Der Pilot war Gerd Achgelis. Der einzellige Doppeldecker hatte einen 140 PS Siemens SH 14a Sternmotor, einen mit Stoff bespannten geschweissten Stahlrohrrumpf und hölzerne Flügel mit Stoffbespannung und Sperrholzbeschichtung. In der ursprünglichen Ausführung hatte die Maschine einige unbefriedigende Flugeigenschaften, die aber nach einem intensiven Testprogramm schnell beseitigt wurden. Verantwortlich dafür war Kurt Tank, der im November 1931 von BFW an die Firma übergegangen war und nun die Flugtestabteilung bei Focke Wulf leitete. Die Stieglitz wurde eine bemerkenswerte Kunstflugmaschine, vor allem in den Händen von Achgelis, Emil Kropf und Ernst Udet. Die Stieglitz wurde in die verschiedensten Länder exportiert, und auch in einigen Ländern in Lizenz hergestellt. Wurden bereits vor dem Krieg grosse Stückzahlen für den deutschen Luftsportverband und die Verkehrsfliegerschule geliefert, so kamen bis zum Kriegsende noch eine beträchtliche Menge Schulflugzeuge für die Luftwaffe dazu.
Technische Daten Focke Wulf Fw 44F Stieglitz
| Triebwerk |
7-Zylinder Sternmotor |
| Typ |
Siemens Sh 14A-4 |
| Leistung |
160 PS |
| Spannweite |
9,00 m |
| Länge |
7,30 m |
| Höhe |
2,70 m |
| Flügelfläche |
20,00 m2 |
| Leergewicht |
565 kg |
| Fluggewicht |
870 kg |
| Max.Geschwindigkeit |
185 km/h |
| Reisegeschwindigkeit |
172 km/h |
| Steiggeschwindigkeit |
3,4 m/sec |
| Gipfelhöhe |
3900 m |
| Reichweite |
675 km |
| Besatzung |
- |