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Mit der P-51 Mustang produzierte die amerikanische Flugzeugindustrie im Zweiten Weltkrieg den besten Jäger. Der Erfolg war jedoch anfänglich nicht vorauszusehen, ja er war eher einem jener Zufälle zuzuschreiben, die bei grossen technischen Leistungen häufig mitspielen.
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Farbzeichnung P-51 Mustang
P-51 Merkmale
P-51 Frontansicht
P-51 Seitenansicht
Das Cockpit einer Mustang. (526)
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Mit der P-51 Mustang produzierte die amerikanische Flugzeugindustrie im Zweiten Weltkrieg den besten Jäger. Der Erfolg war jedoch anfänglich nicht vorauszusehen, ja er war eher einem jener Zufälle zuzuschreiben, die bei grossen technischen Leistungen häufig mitspielen.Die Anregung zum Bau der Mustang ging von der britischen Luftwaffe aus, die im Jahre 1940 dringend zusätzliche Jäger als Ergänzung ihrer Hurricane und Spitfire benötigte. Nachdem die Curtiss P-40 die Ansprüche der RAF nur in geringem Masse befriedigte, erteilte das britische Beschaffungsministerium der Firma North American einen Entwicklungsauftrag für einen modernen Jäger. Nach nur 117 Tagen stand der erste Prototyp bereit, wenn auch noch ohne Motor und mit einem vom Trainer T-6/AT16 entliehenen Fahrwerk. Am 26. Oktober 1940 konnte der Erstflug stattfinden. Als Triebwerk der neuen XP-51 fand eine Allison V-1710-39 von 1100 PS Verwendung. Schon bei den ersten Versionen der P-51 wurde der Kühler an der Rumpfunterseite hinter dem Cockpit eingebaut, was der Neukonstruktion ihre charakteristische Rumpfform verlieh. Als eines der ersten Jagdflugzeuge ihrer Zeit erhielt die Maschine einen Flügel mit Laminarprofil, bei dem die grösste Profildicke in den hinteren Teil des Flügels verlegt wurde. Im Gegensatz zum damals üblichen Profil mit der dicksten Stelle im vorderen Flügelteil. Die P-51 war von allem Anfang an für die Produktion in grossen Stückzahlen entworfen. Um die Herstellung und die Baukosten klein zu halten, wurde auf abgerundete Flügel- und Leitwerksflächen verzichtet, obwohl sich dadurch geringe Geschwindigkeitsverluste ergaben. Die ersten Serienflugzeuge konnten im November 1941 von der RAF übernommen werden, welche ihnen den Namen Mustang I zuteilte. In geringen Höhen erreichte die Mustang I eine ausgezeichnete Maximalgeschwindigkeit von 615 km/h, doch liess die Leistung des Allison-Motors ab 6000 m Höhe beträchtlich nach. Die mit vier 20mm Kanonen bewaffnete P-51A diente daher hauptsächlich als Jagdbomber und Aufklärer. Insgesamt baute North American für die RAF und später auch für die amerikanische Luftwaffe 1579 P-51 und P-51A. Die Erdkampfausführung trug in der amerikanischen Luftwaffe auch die Bezeichnung A-36. In dieser Version konnte die Leistung des Triebwerkes auf 1325 PS gesteigert werden. Unterdessen waren in England mehrere Mustang I versuchsweise mit Rolls-Royce Merlin Motoren ausgerüstet worden. Die Kombination der besten amerikanischen Flugzeugzelle mit dem besten britischen Triebwerk erwies sich als derart erfolgreich, dass sofort Tausende dieser neuen P-51B und C in Auftrag gegeben wurden. Die ersten P-51B erreichten die amerikanischen Staffeln gegen Ende des Jahres 1943. Mit Zusatztanks waren diese Flugzeuge in der Lage, die viermotorigen Bomber bis nach Berlin zu begleiten - sehr zum Erstaunen der Deutschen, die nicht darauf vorbereitet waren. In den Jahren 1942 und 1943 baute North American 1988 P-51B und 1750 Einheiten der P-51C. Mit ihren 1450 PS-Triebwerken brachten es die letzten Ausführungen der P-51C auf eine Maximalgeschwindigkeit von 705 km/h. Ihre Bewaffnung bestand normalerweise aus vier 12,7mm-Maschinengewehren.Die nächste Version der Mustang erhielt die Bezeichnung P-51D. Sie unterschied sich von den Vorgängermustern vor allem durch die Vollsichthaube und die nach Vorne verlängerte Seitenflosse. Mit 7965 Einheiten war die P-51D die meistgebaute Ausführung der Mustang. Dazu kamen noch 1337 P-51K, die bis auf den Propeller mit der P-51D übereinstimmte. Die P-51D und K wurden auf allen Kriegsschauplätzen bis zum Kriegsende eingesetzt. Von den übrigen Ausführungen der Mustang ist noch die P-51H zu erwähnen, von der 555 Einheiten gebaut wurden. Mit einem Rolls-Royce-Packard V-1650-9 von 2218 PS erreichte diese schnellste Mustang eine Geschwindigkeit von 783 km/h. Sie zeichnete sich gegenüber der P-51D durch eine wesentliche Gewichtsverminderung und durch einen neuen Flügel, der beim Übergang in den Rumpf nicht nach vorne gezogen wurde, aus.In den Nachkriegsjahren erwarben zahlreiche Luftwaffen in allen Teilen der Erde überschüssige P-51. In der Schweizer Flugwaffe flogen 130 P-51D unter den Kennummern J-2001 bis J-2130
Technische Daten North American P-51D Mustang
| Triebwerk |
ein Zwölfzylinder V-Motor |
| Typ |
Rolls-Royce Packard V-1650-7 Merlin |
| Leistung |
1450 PS |
| Spannweite |
11,29 m |
| Länge |
9,81m |
| Höhe |
3,72 m |
| Flügelfläche |
21.23 m2 |
| Leergewicht |
3230 kg |
| Fluggewicht |
4545 kg |
| Max.Geschwindigkeit |
703 km/h |
| Reisegeschwindigkeit |
635 km/h |
| Steiggeschwindigkeit |
- |
| Gipfelhöhe |
12200 m |
| Reichweite |
2100 km ohne Zusatztanks |
| Besatzung |
1 |
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