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Es war verständlich, dass junge deutsche Flak-Schützen von ihrer Aufgabe abgelenkt wurden, als ihr Blick zum ersten Mal auf die Messerschmitt Me 262 fiel, die 1944 im trüben Herbstwetter auf dem schneebedeckten Flugplatz Rheine-Hopstein standen.
Es war verständlich, dass junge deutsche Flak-Schützen von ihrer Aufgabe abgelenkt wurden, als ihr Blick zum ersten Mal auf die Messerschmitt Me 262 fiel, die 1944 im trüben Herbstwetter auf dem schneebedeckten Flugplatz Rheine-Hopstein standen. Von den ocker und olivgrün gesprenkelten, schlanken Rümpfen hoben sich zwei messerscharfe Flügel ab, an denen zwei riesige Turbojet-Triebwerke hingen. Der Lärm der Jumo 004B-1 Turbinen und der heisse, nach Parafin riechende Luftstrahl kündete eine neue Zeit an. Als im Jahre 1941 die Me 262 im Entstehen war, konnte sich im Dritten Reich noch niemand die Notwendigkeit eines guten Jägers vorstellen, mit dem man den Alliierten die Luftüberlegenheit wieder abringen könnte. Heinkel befasste sich bereits sehr intensiv mit der neuen Triebwerkgeneration, als Messerschmitt vom Reichsluftfahrtministerium den Auftrag erhielt, eine Spezifikation für ein Flugzeug auszuarbeiten, das mit einem ebenso modernen Antrieb versehen war.Diplom Ingenieur Waldemar Voigt und sein Mitarbeiter erarbeiteten verschiedene Entwürfe, stellten aber bald fest, dass der neue Antrieb zu schwach für ein einmotoriges Flugzeug war. Schon der erste deutsche Jet, die Heinkel He 280 war für zwei Triebwerke ausgelegt. Diese Maschine hob am 30. März 1941 um 15.18 Uhr von Rostock-Marienehe zum ersten Mal ab. Sie wurde von Fritz Schäfer geflogen. Sechs Wochen später hob auch die englische Gloster E28/39 zum Jungfernflug ab. Die Arbeiten an der Messerschmitt Me 262 gingen nur schleppend voran, da man dem Projekt keine besondere Priorität gab. Mitte November 1941 wurden schliesslich die Triebwerke, BMW 003 von 550 kp Schub, vom Spandauer Werk geliefert. Da die BMW-Triebwerke nicht einwandfrei funktionierten, griff man zum Ersatz, dem Junkers Jumo 004. Das von Dr. Anselm Franz und seinem Team ab Juli 1939 entwickelte Triebwerk lieferte im August 1941 einen Schub von 600 kp und viele anfängliche Probleme waren bereits gelöst. Am 22. Mai 1943 flog Adolf Galland, General der Jagdflieger die Me 262 und war überzeugt von diesem revolutionären Flugzeug. Auf einer Konferenz am 25. Mai in Berlin wurde die Me 262 zum Favoriten erklärt und drei Tage später erhielt Messerschmitt einen Auftrag zum Bau von 100 Maschinen. Nach einem Angriff der 8th US Air Force auf die Fertigungsstrasse der Me 262, wo ein grosser Teil zerstört wurde, musste die Produktion nach Oberammergau verlegt werden. Durch diese Unterbrechung wurde die Produktion um Monate verzögert. Am 28. August 1944 wurde die erste Me 262 von den Alliierten abgeschossen. Vom März 1944 bis zum April 1945 wurden nicht weniger als 1433 Me 262 an die Luftwaffe abgeliefert. Technische Daten Messerschmitt Me 262 | Triebwerk | zwei Strahltriebwerke | | Typ | Junkers Jumo 004B-1 | | Leistung | je 900 kp | | Spannweite | 12,50 m | | Länge | 10,58 m | | Höhe | 3,83 m | | Flügelfläche | 21,73 m2 | | Leergewicht | 4413 kg | | Fluggewicht | 6387 kg | | Max.Geschwindigkeit | 869 km/h | | Reisegeschwindigkeit | 820 km/h | | Steiggeschwindigkeit | 20 m/sec | | Gipfelhöhe | 12190 m | | Reichweite | 1050 km | | Besatzung | 1 |
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Datum
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