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Die Geschichte der Do 217

Wohl wiesen die Do 217-Nachtjäger eine enorme Feuerkraft auf, doch verhinderten die nicht unproblematischen Flugeigenschaften sowie schwerwiegende Motorenprobleme, gepaart mit einer für einen Nachtjäger unzureichenden Geschwindigkeit vielfach einen erfolgreichen Einsatz gegen Formationen der Royal Air Force.

Farbzeichnung Do 217

Do 217 Merkmale

Do 217 Frontansicht

Do 217 Seitenansicht









Wohl wiesen die Do 217-Nachtjäger eine enorme Feuerkraft auf, doch verhinderten die nicht unproblematischen Flugeigenschaften sowie schwerwiegende Motorenprobleme, gepaart mit einer für einen Nachtjäger unzureichenden Geschwindigkeit vielfach einen erfolgreichen Einsatz gegen Formationen der Royal Air Force. Die meisten Do 217J und Do 217N kamen aus diesen Gründen bei der Fernnachtjagd zum Einsatz, wo sie auch gewisse Erfolge erzielen konnten.

Die Do 217 entstand auf Grund der Erfahrungen, welche mit der ersten Nachtjäger-Version Do 217J gemacht worden waren. Der Hauptunterschied bestand aus dem Austausch der nur in begrenzter Stückzahl verfügbaren BMW 801 Sternmotoren durch Reihentriebwerke des Typs Daimler Benz DB603A-1. Die Evaluation der Do 217N-Vorserienmaschinen wurde im Sommer 1942 bei der Erprobungsstelle in Rechlin aufgenommen.

Während die ersten Serienversionen Do 217N-1 noch mit erheblichen Gewichtsproblemen und einer unzureichenden Höchstgeschwindigkeit von weniger als 500km/h zu kämpfen hatte, änderte sich dies mit der technisch verbesserten Do 217N-2 wesentlich. Zur Gewichtsreduktion leisteten der Wegfall der beiden Waffenstände und der noch von der Bomberversion stammenden Abwurfwaffen-Anlage im Rumpf einen nicht unwesentlichen Beitrag.

Zwei verschiedene Varianten der Do 217N-2 kamen zum Einsatz. Während die ersten Muster ohne Sturzflugbremse und Schrägbewaffnung vom Band liefen, kam bei der Mehrzahl aller Do 217N-2 die als Rüstsatz R25 bezeichnete Schrägbewaffnung mit vier MG 151/20 im Bereich der hinteren Tragflächenwurzel zum Einbau. Für das Anvisieren des unterflogenen Zieles war in der Mitte der Kabinenverkleidung ein zweites Reflexvisier angebracht. Die Verwendung der im Heck angebrachten Sturzflugbremse in Form eines Bänderfallschirmes, welche nur vom Bordmechaniker bedient werden konnte, bewährte sich nicht vollumfänglich. Der Rüstsatz R25 war dennoch bei einem Grossteil aller Do 217N-2, Do 217K-1 und Do 217M-1 eingebaut.

Von der Do 217N wurden zwischen Ende 1942 und September 1943 in Friedrichshafen am Bodensee nur gerade 210 Einheiten gefertigt. Die kurze Produktionszeit war vor allem eine Folge der gravierenden Lieferprobleme des technisch unausgereiften Motors Daimler Benz DB603A. Die teilweise unbefriedigenden Flugleistungen mögen ebenfalls zum vorzeitigen Abbruch der Nachjäger-Fertigung bei Dornier beigetragen haben. Die Mehrzahl der Do 217N-2 flog nach Ablieferung an die Fronteinheiten bei der 4.Staffel des NJG 3, dem Stab des NJG 100 und der 18.Staffel des NJG 101.

Der Typ fand im Gegensatz zu den Bf 110 und Ju 88 Nachtjägern nur eine bescheidene einsatzmässige Verbreitung. Die Triebwerksprobleme liessen den Vogel oftmals am Boden bleiben, dazu förderten zahlreiche Flugunfälle mit der Dornier nicht unbedingt die Beliebtheit bei den Besatzungen. Ende 1944 waren kaum noch Do 217N in den Frontverbänden der Nachtjagdeinheiten zu finden. Die meisten noch flugfähigen Maschinen waren schon vorher den Kurier- und Poststaffeln zugeteilt worden.



Technische Daten Dornier Do 217N-2

Triebwerk zwei 12-Zylider-Reihenmotoren
Typ Daimler Benz DB 603A-2
Leistung 1750 PS
Spannweite 19,20 m
Länge 18,90 m
Höhe 5,00 m
Flügelfläche 56,60 m2
Leergewicht 10280 kg
Fluggewicht 13200 kg
Max.Geschwindigkeit 536 km/h
Reisegeschwindigkeit 510 km/h
Steiggeschwindigkeit -
Gipfelhöhe 8200 m
Reichweite 2050 km
Besatzung 3



Datum
Jäger
Flugzeugart:
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US MACR Nr:
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