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Wenn Langlebigkeit ein Kriterium für ein grossartiges Flugzeug ist, kann die Vickers Wellington zweifellos Anspruch auf dieses Attribut erheben.
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Farbzeichnung Wellington
Wellington Merkmale
Wellington Frontansicht
Wellington Seitenansicht
Eine Wellington über England. (87)
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Wenn Langlebigkeit ein Kriterium für ein grossartiges Flugzeug ist, kann die Vickers Wellington zweifellos Anspruch auf dieses Attribut erheben. Nach der Spezifikation B.9/32 des britischen Air Ministry für einen schweren Bomber wurde die Wellington Anfang der dreissiger Jahre entwickelt. Vickers schlug einen zweimotorigen Mitteldecker vor. Es wurde ein Flugwerk verwendet, das von Barnes Wallis aus privaten Mittel entwickelt wurde. Es bestand aus diagonal in Gitterform angeordneten Stäben aus Leichtmetall-Legierungen. Diese geodätische Bauform erwies sich als besonders beschussfest.Sie haben richtig gelesen, bei Barnes Wallis handelt es sich wirklich um den im Jahre 1969 in den Adelsstand erhobenen Sir Prof. Dr. Barnes Wallis, den Erbauer der Rotationsbomben, welche gegen die deutschen Staudämme eingesetzt wurden. Er war auch der Erbauer der schwersten Bombe, die im Zweiten Weltkrieg gegen deutsche V-1 und V-2 Startrampen eingesetzte "Grand Slam" von 10 Tonnen Gewicht. Der Rumpf der Wellington war lediglich mit Stoff bespannt, womit jedoch das Fluggewicht auf ein Minimum beschränkt werden konnte. Am 15.Juni 1936 führte das Flugzeug seinen Erstflug aus. Bei der Motorenauswahl entschied man sich für zwei Bristol Pegasus Sternmotoren. Im August 1936 bestellte das Air Ministry eine erste Serie von 180 Einheiten. Die erste Maschine dieser Serie flog am 27. Dezember 1937 und diente als Ersatzprototyp, nachdem der Prototyp im April 1937 bei einem Unfall zerstört wurde. Die Wellington Mk I war das Ergebnis erheblicher Konstruktionsänderungen. Die Maschine erhielt eine viel grössere Seitenflosse, Vickers MG-Kanzeln im Bug und im Heck und eine Nash und Thompson Kanzel auf der Unterseite des Rumpfes. Zudem konnte das Heckrad jetzt eingezogen werden. Der 18. Dezember 1939 war ein schwarzer Tag für die Wellington. Bei einem Angriff von 24 Wellington-Bomber auf Ziele bei Wilhelmshaven wurden 10 Maschinen abgeschossen und 3 schwer beschädigt. Überlebende Besatzungsmitglieder berichteten, dass die Seite der Wellington ein sehr empfindliches Ziel abgab.Bei der nächsten Version, der Mk IC versuchte man die Abwehrfähigkeit der Wellington mit MG`s im hinteren Rumpfabschnitt anstelle der Kanzel unter dem Rumpf zu verbessern. Im April 1940 kam die erste Mk IC zum Einsatz und im späteren Verlauf wurden von diesem Typ 2685 Einheiten gebaut. Als einziger Wellington-Pilot erhielt der Neuseeländer Sergeant J. A. Ward, der zweiter Pilot einer Maschine der 75.Squadron war, das Viktoriakreuz. Der Steuerbordmotor seines Bombers geriet bei einem Angriff auf Münster in Brand, nachdem die Maschine von einer Bf 110 beschossen wurde. Ward kletterte mit einem Feuerlöscher auf den Flügel und verhinderte so die Ausbreitung des Feuers, das schliesslich selber verlosch. Der Bomber konnte so auf den Heimatstützpunkt zurückfliegen.In der Wellington Mk II wollte man die stärkeren, flüssigkeitsgekühlten Rolls Royce Merlin Motoren verwenden. Der Bedarf dieser Motoren war aber für die Hurricane und Spitfire derart gross, dass diese Wellington erst viel später gebaut wurde. Ab Oktober 1940 wurden 400 Mk II gebaut. 1941 wurde die Ablieferung der Wellington beschleunigt. Dies war auf die Mk III zurückzuführen. Die Version war mit Bristol Hercules Motoren von 1500 PS ausgerüstet und damit konnte die Fluggeschwindigkeit von 378 km/h auf 410 km/h gesteigert werden. Alle drei Vickers-Werke produzierten zusammen 1519 Mk III. Die Wellington leistete bei der Royal Air Force noch lange gute Dienste als Trainer. In neun Jahren produzierten drei Vickers Werke zusammen 11`461 Wellington.
Technische Daten Vickers Wellington
| Triebwerk |
Zwei 14-Zylinder Sternmotoren |
| Typ |
Bristol Hercules XI |
| Leistung |
je 1500 PS |
| Spannweite |
26,26 m |
| Länge |
18,54 m |
| Höhe |
5,31 m |
| Flügelfläche |
78,04 m2 |
| Leergewicht |
8417 kg |
| Fluggewicht |
13381 kg |
| Max.Geschwindigkeit |
410 km/h |
| Reisegeschwindigkeit |
- |
| Steiggeschwindigkeit |
- |
| Gipfelhöhe |
5790 m |
| Reichweite |
3540 km |
| Besatzung |
- |
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