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Die Geschichte der Mosquito

Die ganz aus Holz gebaute De Havilland Mosquito war wohl der brauchbarste Flugzeugtyp der Alliierten im Zweiten Weltkrieg.

Farbzeichnung Mosquito

Mosquito Merkmale

Mosquito Frontansicht

Mosquito Seitenansicht

Das wuchtige Fahrwerk der Mosquito. (68)

Die ganz aus Holz gebaute De Havilland Mosquito war wohl der brauchbarste Flugzeugtyp der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Die Entwicklung war nicht auf eine offizielle Spezifikation zurückzuführen, sondern wurde trotz heftiger Opposition von Seiten der Behörden weitergeführt. Nach der Evakuierung von Dünkirchen wurde das Entwicklungsprogramm dreimal gestrichen. Der von Ford Motors abgeworbene Sir Patrick Hennessy glaubte an die Qualitäten dieser Maschine und trieb die Entwicklung weiter. Im November 1940 startete ein einziger Prototyp zum Erstflug. Damit war die grösste Hürde genommen, und von nun an glänzte die Mosquito mit ihren phantastischen Leistungen.

Die De Havilland Aircraft Corporation war bisher für Leichtflugzeuge und leichte Transporter in Mischbauweise bekannt. Die Idee der Konstrukteure war es, einen Hochgeschwindigkeitsbomber zu bauen der die feindlichen Jäger abschütteln konnte, und somit ohne MG-Stände auskommen sollte. Dies sparte das Gewicht der MGs und der Bomber konnte erst noch ohne grosse Besatzung geflogen werden. Erst lange nach Kriegsbeginn gab der Air Staff, dank der Unterstützung durch Air Marshall Freeman zu, dass ein Flugzeug mit zwei Merlin Motoren auch ohne Abwehrbewaffnung und aus Holz gebaut als Aufklärer benutzt werden konnte. Am 1. März 1940 kam endlich ein Auftrag von einem Prototyp und 49 Serienmaschinen.

Etwa 8 km vom Hauptwerk Hatfield entfernt, in Salisbury Hall wurde die erste Mosquito gefertigt und am 3. November 1940 ins Hauptwerk überführt, wo sie am 25.November von Geoffrey De Havilland Jr. zum ersten Mal geflogen wurde. Als im Februar 1941 bei der offiziellen Erprobung eine Geschwindigkeit von 631 km/h erreicht wurde, und die Maschine um 32 km/h schneller war als der schnellste britische Jäger, waren alle Aussenstehenden überrascht.

Die Grundform war ein stromlinienförmiger Mitteldecker mit sich stark verjüngenden Tragflächen, die über dem für vier 113 kg Bomben ausgelegten Bombenschacht angebracht waren. Der Pilot sass vor der Flügelvorderkante und hatte eine gute Sicht. Der Flügel hatte zwei Holme und eine Sperrholzhaut mit Stringern aus Fichtenholz. Der Rumpf bestand aus zwei Hälften, die in Sandwichbauweise aus Balsaholz zwischen zwei Sperrholzschichten zusammengesetzt war. Die Steuerflächen bestanden aus einer leichten Legierung, die Querruder hatten eine Metallhaut und die Höhenflosse war mit Stoff bespannt. Die hydraulisch gesteuerten Flügelklappen waren wieder aus Holz. Durch diese Bauweise konnte wesentlich an Gewicht eingespart werden. Trotzdem der Prototyp nur als Aufklärer gebaut worden war, konnte nun auch aufgrund seiner brillanten Leistungen an den Einsatz als Bomber gedacht werden.

Was den Bomber betraf, so schlug Wilkins im Oktober 1941 vor, die 227 kg Bomben mit kurzen oder einziehbaren Seitenflossen zu versehen, weil auf diese Art vier Bomben mitgeführt werden konnten.
Die ausgezeichneten Flugleistungen und die hervorragende Wendigkeit des neuen Bombers liessen ihn auch als Nachtjäger geeignet erscheinen. Anstelle des verglasten Rumpfbuges wurden vier Maschinengewehre und eine der ersten Radaranlagen eingebaut, während vier 20mm-Kanonen im früheren Bombenschacht untergebracht wurden. Diese Nachtjäger-Mosquito flog erstmals am 15. März 1941. Als letzter der drei Prototypen startete die Photoaufklärerversion am 10. Juni 1941 zu ihrem Erstflug. Ab Mai 1942 konnten die ersten Staffeln der Royal Air Force mit den verschiedenen Mosquito-Varianten ausgerüstet werden. Im Jahre 1943 erschien der Jagdbomber Mosquito F.B.Mk.VI, der mit rund 2718 Einheiten die grösste Stückzahl aller Versionen erreichte. Neben der üblichen Jäger-Bewaffnung konnte die F.B.Mk.VI noch vier Bomben oder Raketen mitführen. Die letzten Mosquito, die zuletzt als Zielschlepper gedient hatten, wurden erst 1963 von der Royal Air Force ausser Dienst gestellt.



Technische Daten De Havilland D.H.98 Mosquito F.B.Mk.VI

Triebwerk Zwei 12-Zylinder V-Motoren
Typ Rolls Royce Merlin XXV
Leistung je 1635 PS
Spannweite 16,5 m
Länge 12,34 m
Höhe 3,81 m
Flügelfläche 42,18 m2
Leergewicht 6506 kg
Fluggewicht 10096 kg
Max.Geschwindigkeit 608 km/h
Reisegeschwindigkeit 410 km/h
Steiggeschwindigkeit 14,5 m/s
Gipfelhöhe 10060 m
Reichweite 2985 km
Besatzung -




 
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