|
Um Vielseitigkeit ging es zu Beginn des Programms keineswegs. Das Reichsluftfahrtministerium stellte 1935 eine Spezifikation für einen schnellen Bomber auf.
|
Farbzeichnung Ju 88
Ju 88 Merkmale
Ju 88 Frontansicht
Ju 88 Seitenansicht
|
Um Vielseitigkeit ging es zu Beginn des Programms keineswegs. Das Reichsluftfahrtministerium stellte 1935 eine Spezifikation für einen schnellen Bomber auf. Dieser sollte 500 km/h schnell sein, und eine Bombenlast von 800 kg tragen können. Bei Junkers stellte man zwei amerikanische Konstrukteure ein, die sich auf dem Gebiet der selbsttragenden Haut auskannten. In den ersten drei Monaten des Jahres 1936 wurden in Form der Ju 85 mit einem Doppelseitenleitwerk und der Ju 88 mit einem einzelnen Seitenruder zwei Vorschläge eingereicht. Die Henschel Hs 127 und die Messerschmitt Bf 162 wurden als Konkurrenzmuster vorgestellt, schieden aber bis 1937 aus dem Rennen aus.Am 21. Dezember 1936 führte Testpilot Kindermann von Dessau aus den Erstflug aus. Die Ju 88 hatte bereits bewiesen was für ein Potential in ihr steckt, als sie zu Beginn der Hochgeschwindigkeitserprobung abstürzte. Während der erste und zweite Prototyp noch mit Daimler Benz DB 600Aa Motoren ausgerüstet war, erhielt der dritte Prototyp Jumo 211A Triebwerke. Beim fünften Prototyp wurde viel Gewicht auf die Verbesserung des Luftwiderstandes gelegt. Am 9. März 1939 stellte diese Maschine mit einer Last von 2000 kg und einer Geschwindigkeit von 517 km/h einen Aufsehen erregenden Weltrekord auf. Schon 1938 stand fest, dass die Ju 88 der Do 17 und der He 111 weit überlegen war. Die Produktion der Serienmaschinen war weiträumig verteilt und die Zentrale in Dessau spielte bei der Produktion kaum eine Rolle. Der Bau der Rümpfe wurde an Aschersleben vergeben, die Flügel wurden bei Halberstadt produziert, die Leitwerke bei Leopoldshall und die Endmontage und Erprobung wurde bei Bernburg vorgenommen. Ins Produktionsprogramm waren auch Arado, Dornier, Heinkel, Henschel und Volkswagen einbezogen. Bei der Produktionsaufnahme 1939 konnte vorerst lediglich eine Ju 88 pro Woche fertig gestellt werden. Der erste grössere Einsatz wurde gegen die British Home Fleet geflogen, doch die SC500 Bomben explodierten nicht, wodurch grössere Schäden vermieden wurden.Bereits am 9. Oktober 1939 wurden die ersten beiden Ju 88 abgeschossen. Ab Mitte 1940 beruhten alle Ju 88A Serienbomber auf der Ju 88A-4 mit vergrösserter Spannweite, die bessere Flugeigenschaften, keine strukturellen Einschränkungen und stärkere Jumo 211J Triebwerke hatte. Über die Hälfte der gesamten Ju 88 Produktion beruhte auf der Ju 88A, die in Varianten für alle erdenklichen Einsätze gebaut wurde. Ab Mitte 1940 wurde die Ju 88C für spezielle Nachteinsätze gebaut. Diese Maschinen wurden mit Lichtenstein Radaranlagen und viel anderer Abwehrelektronik ausgerüstet. So wurden beispielsweise das FuG 227 Flensburg eingebaut, welches auf das Monica Heckwarnradar der RAF ansprach, oder das FuG 350 Naxos Z, das auf die H2S Radargeräte reagierte. Ab 1943 wurde auch die "schräge Musik", zwei schräg nach oben feuernde Maschinengewehre eingebaut, welche unter den alliierten Bombern verheerende Folgen zeigte. Bei der Ju 88G wurden die beiden rechts montierten MGs ausgebaut und der Kasten unter dem Rumpf verwendet. Die lange maximale Flugdauer, die hervorragende Leistung und die reichhaltige Elektronik machten die G-Serie zu einem extrem schlagkräftigen Flugzeug. Die Ju 88G stand jedoch erst ab Mitte 1944 in grösseren Stückzahlen zur Verfügung, was für die Alliierten ein grosses Glück darstellte, wäre doch die Ju 88G eine sehr grosse Bedrohung der alliierten Bomber gewesen. Bis zum Zusammenbruch des Reichs konnten lediglich 800 Maschinen fertig gestellt werden.Schwer in Mitleidenschaft gezogene Maschinen wurden zu sogenannten "Mistel" umgebaut. Dabei wurde der Bug durch einen extrem grossen Gefechtskopf ersetzt, der normalerweise aus einer 3800 kg Hohlladung bestand. Auf der "Mistel" wurden auf Streben Bf 109 oder Fw 190 montiert. In den Jägern wurde die Kombination ins Ziel geflogen, wo die unbemannte Ju 88 ausgeklinkt und zum Absturz gebracht wurde. Ab 1945 wurden die Ju 88 bereits auf der Fertigungsstrasse zu Misteln umgebaut und flogen nie als normale Flugzeuge. Von der Ju 88 wurden so 14`780 Maschinen gebaut.
Technische Daten Junkers Ju 88G-1
| Triebwerk |
zwei 14-Zylinder Sternmotoren |
| Typ |
BMW 801D-2 |
| Leistung |
je 1700 PS |
| Spannweite |
20,00 m |
| Länge |
14,54 m |
| Höhe |
4,85 m |
| Flügelfläche |
54,5 m2 |
| Leergewicht |
9081 kg |
| Fluggewicht |
13095 kg |
| Max.Geschwindigkeit |
573 km/h |
| Reisegeschwindigkeit |
- |
| Steiggeschwindigkeit |
- |
| Gipfelhöhe |
8840 m |
| Reichweite |
2200 km |
| Besatzung |
- |
|
Datum
|
|
|
|
Bomber
|
|
|
| Flugzeugart: |
|
|
| Flugzeugtyp: |
|
|
| Flugzeugbezeichnung: |
|
|
| Flugzeugname: |
|
|
| Einteilung: |
|
|
| Basis: |
|
|
| Auftrag: |
|
|
| Einsatzziel: |
|
|
| Rückkehr: |
|
|
| Besatzung: |
|
|
| Werknummer: |
|
|
| Kennzeichen: |
|
|
| Squadroncode: |
|
|
| CH Archiv Nr.: |
|
|
| US MACR Nr: |
|
|
| Autor: |
|
|
| Quelle: |
|
|
|
|
|
|
weitere Informationen · Dokumente
·
Fotos
|
|