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Die Geschichte der Marauder

Ende der 30er Jahre war das US Army Air Corps (AAC) in Bezug auf Mittelstreckenbomber extrem schwach bestückt. Man verliess sich fast ausschliesslich auf die veralteten B-18 und B-10, die beide im Vergleich zu den in Europa verwendeten Maschinen zuwenig Leistung und eine zu schwache Abwehrbewaffnung boten und auch nicht genügend Bomben tragen konnte.

Farbzeichnung B-26 Marauder

B-26 Merkmale

B-26 Frontansicht

B-26 Seitenansicht









Ende der 30er Jahre war das US Army Air Corps (AAC) in Bezug auf Mittelstreckenbomber extrem schwach bestückt. Man verliess sich fast ausschliesslich auf die veralteten B-18 und B-10, die beide im Vergleich zu den in Europa verwendeten Maschinen zuwenig Leistung und eine zu schwache Abwehrbewaffnung boten und auch nicht genügend Bomben tragen konnte. Als das AAC im Jahre 1939 den amerikanischen Herstellern die generellen Vorstellungen für einen neuen mittelschweren Bomber zukommen liess, wurden vor allen Dingen eine hohe Geschwindigkeit, eine grosse Reichweite und 907 kg Bombenlast verlangt. Dabei wurde stillschweigend akzeptiert, dass die Erfüllung dieser Forderungen zu einer hohen Tragflächenbelastung und damit zu hohen Landegeschwindigkeiten und langen Startstrecken führen würde.
Die Martin 179 wurde von Peyton M. Magruder entworfen, und die Glenn L. Martin Company legte dem Air Board am 5. Juli 1939 ihre Konstruktion vor. Die Maschine wurde als bester unter den eingereichten Vorschlägen bewertet, und trotz der höchsten Tragflächenbelastung, die je für ein Flugzeug des AAC vorgesehen war, ging das Flugzeug unmittelbar nach Annahme der Konstruktion in Serie, da die Verschlechterung der internationalen Lage Eile verlangte. Die Martin 179 hatte fünf Mann Besatzung und wurde von zwei 1850 PS Pratt&Whitney R-2800 Double Wasp Sternmotoren angetrieben, die in Gondeln unter den relativ kleinen Hochdeckerflügeln montiert waren. Die Abwehrbewaffnung bestand aus zwei 7,62mm Maschinengewehren, und der Mittelteil des aussergewöhnlich stromlinienförmigen Rumpfes mit kreisrundem Querschnitt enthielt den Bombenschacht.

Unter der Bezeichnung B-26 wurden im September 1939 nicht weniger als 1100 Einheiten dieses Flugzeuges bestellt. Die erste Maschine startete am 25. November 1940 mit William K. Ebel am Steuer zu seinem Jungfernflug. Eigentliche Prototypen gab es keine. Die ersten 201 Exemplare wurden von R-2800-5 Motoren angetrieben, und die meisten davon verblieben als Versuchs- und Schulmaschinen im Werk. Die Ausbildung auf der B-26 stellte sich als ein langsamer und teilweise gefährlicher Prozess heraus, weil die Piloten mit dem Bugradfahrwerk nicht vertraut waren und die Maschinen eine hohe Landegeschwindigkeit hatten. Bei einem maximalen Fluggewicht von 14`515 kg und einer Flügelfläche von 55,93 m2 betrug die Flügelbelastung 260 kg/m2, und bei normalem Landegewicht betrug die Aufsetzgeschwindigkeit 154 km/h. Die maximale Bombenlast übertraf mit 2631 kg bei weitem die ursprünglichen Anforderungen. Die Höchstgeschwindigkeit von 507 km/h war die schnellste aller B-26 Varianten.

Die ersten Auslieferungen an die Army Air Force begannen 1941, und in der zweiten Hälfte des Jahres wurde die Produktion auf die B-26A umgestellt. Diese Version konnte wahlweise mit Treibstofftanks im Bombenschacht, Halterungen für ein 55,88 cm Torpedo unter dem Rumpf und 12,7 mm MG anstelle der 7,65 mm MG im Bug und Heck ausgerüstet werden. Insgesamt wurden 139 Martin B-26A gebaut, und mit dieser Version wurde die 22nd Bomb Group im Dezember 1941 sofort nach dem Angriff auf Pearl Harbor nach Australien verlegt. Die ersten B-26B verliessen im Mai 1942 die Werkhallen von Baltimore. Mit insgesamt 1883 Einheiten war die B-26B die meistgebaute Version der Marauder.

In Nordeuropa verliefen die ersten Einsätze der B-26 enttäuschend. Nach einem teilweise erfolgreichen Ersteinsatz am 14. Mai 1943 gegen das Kraftwerk Velsen in Ijmuiden NL durch die 322nd Bomb Group, die als erste Einheit der 8th Air Force die B-26 erhalten hatte, führte ein zweiter Angriff, der drei Tage später von zehn Maschinen unter der Leitung von Colonel Robert M. Stillman gegen das gleiche Ziel geflogen wurde, zum Verlust der gesamten Formation durch Flakfeuer, deutsche Jäger und Zusammenstösse in der Luft. Wegen der offensichtlichen Verwundbarkeit der B-26 durch Flakfeuer wurden die Einsätze in mittlere und grosse Höhen verlegt. Das wahre Potential der Marauder wurde jedoch erst erkannt, als Ende 1943 die neu gebildete 9th Air Force mit dem Typ ausgerüstet wurde. In dieser Formation erhielt die Maschine die Funktion eines strategischen Bombers für mittlere Höhen und führte im Hinblick auf die Invasion Europas Angriffe aus. Inzwischen war die B-26 auch von der RAF in Dienst gestellt worden, und im Juli 1942 trafen die ersten Marauder in Ägypten ein. Im folgenden Monat begann die No. 14 Squadron damit, ihre Bristol Blenheim gegen die amerikanischen Flugzeuge auszutauschen. Auch bei der RAF wiederholte sich die Kritik an der Marauder und so war die No. 14 Squadron lange Zeit die einzige Einheit die mit der Marauder ausgerüstet wurde.

Die in Omaha gebauten Flugzeuge trugen die Bezeichnung B-26C. An der D-Version wurden Enteisungssysteme erprobt, während an der E-Version das Gewicht reduziert und der Drehturm nach vorne verschoben wurde. Beide Versionen gingen nie in Produktion. Zwei weitere Versionen gingen jedoch in Serie. Beide hatten Flügel mit grosser Spannweite, aber ihr Einstellwinkel wurde um 3,5 Grad erhöht. Die meisten Piloten waren darauf der Meinung, die Start- und Landeeigenschaften hätten sich verbessert. Die Höchstgeschwindigkeit fiel jedoch auf 446 km/h. Die Produktion der B-26F lief Ende 1943 an und die ersten Auslieferungen erfolgten im Februar 1944. Insgesamt wurden 300 Einheiten der F-Version gebaut. Die B-26G unterschied sich nur durch zahlreiche kleine Änderungen bei der Ausrüstung und Ausstattung von der F-Version. Bei Martin wurden 893 G-Einheiten gebaut. Die letzten der insgesamt 5157 gebauten B-26 Marauder wurden am 30. März 1945 ausgeliefert. Bei ihrer Indienststellung kostete die B-26 261`000 Dollar und bis 1944 fiel dieser Preis auf 192`000 Dollar. Das Flugzeug wurde mit einer siebenköpfigen Besatzung geflogen.



Technische Daten Martin B-26G-15-MA Marauder

Triebwerk 2 Sternmotoren
Typ Pratt&Whitney R-2800-43
Leistung 1920 PS
Spannweite 21,64 m
Länge 17,75 m
Höhe 6,55 m
Flügelfläche 61,13 m2
Leergewicht 10886 kg
Fluggewicht 16783 kg
Max.Geschwindigkeit 454 km/h
Reisegeschwindigkeit -
Steiggeschwindigkeit -
Gipfelhöhe 6400 m
Reichweite 1850 km
Besatzung 7



Datum
Bomber
Flugzeugart:
Flugzeugtyp:
Flugzeugbezeichnung:
Flugzeugname:
Einteilung:
Basis:
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Einsatzziel:
Rückkehr:
Besatzung:
Werknummer:
Kennzeichen:
Squadroncode:
CH Archiv Nr.:
US MACR Nr:
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