Die Stinson L-5 Sentinel wurde 1941 im Auftrag der amerikanischen Armee aus dem dreiplätzigen Reiseflugzeug Stinson 105 Voyager entwickelt. Der Holzflügel der Voyager wurde beibehalten, doch erhielt die Sentinel einen neuen, verstärkten Stahlrohrrumpf, in dem der Pilot und der Beobachter hintereinander Platz fanden. Von der ersten Version L-5 verliessen 1942/43 1731 Einheiten die Stinson-Werke. Durch Umbau des elektrischen Systems entstand daraus die Version L-5A. Der Einbau einer grossen Klappe in der hinteren Rumpfseite ermöglichte in der L-5B, von der 679 Einheiten gebaut wurden, das Verladen einer Tragbahre. Auf die L-5B folgten die L-5C (200 Einheiten), die im hinteren Sitz eine Aufklärungskamera aufwies. Schliesslich wurden vor Kriegsende noch 668 Einheiten der L-5E gebaut, bei denen die Querruder gleichzeitig als Landeklappen dienten. In der Nachkriegszeit lieferte Stinson noch 115 L-5G die sich nur in Einzelheiten von den Vorgängermustern unterschieden. Mit mehr als 3200 gebauten Einheiten war die Stinson Sentinel nach der Piper L-4 Grasshopper (Cub) das zweitwichtigste Verbindungsflugzeug der amerikanischen Streitkräfte. Zahlreiche Sentinel fanden noch im Koreakrieg Verwendung, doch wurden sie anschliessend von den amerikanischen Streitkräften ausgemustert.
Technische Daten Stinson L-5A Sentinel
| Triebwerk |
ein 6-Zylinder Boxermotor |
| Typ |
Lycoming O-435 I |
| Leistung |
185 PS |
| Spannweite |
10,36 m |
| Länge |
7,34 m |
| Höhe |
2,1 m |
| Flügelfläche |
14,40 m2 |
| Leergewicht |
668 kg |
| Fluggewicht |
990 kg |
| Max.Geschwindigkeit |
216 km/h |
| Reisegeschwindigkeit |
180 km/h |
| Steiggeschwindigkeit |
4,80 m/sec |
| Gipfelhöhe |
4500 m |
| Reichweite |
675 km |
| Besatzung |
- |