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Bereits in den ersten Jahren des Krieges erkannte er die volkswirtschaftliche Notwendigkeit zum Sammeln und Verwerten von Altstoffen.
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Sein erstes Motorrad.
"Motosacoche" mit Holzvergaser.
Auto-Service-Station und Tankstelle.
Werbung für Markenbenzin.
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Dies war auch der Grund weshalb er sich im Jahre 1941 selbständig machte. Er war damals zwar erst 18 Jahre alt, aber auf Wunsch seiner Mutter wurde er von der Behörde als volljährig erklärt. Seine Mutter wollte nicht mehr länger die Verantwortung für ihn übernehmen. Denn das Chaos auf dem Lagerplatz, den sich Martin zulegte, veranlasste die Nachbarn sich bei der Gemeindebehörde zu beschweren. Hinzu kam, dass er die besten, noch brauchbaren Stücke (zum Beispiel Pneus) im Schwarzhandel verkaufte.
Ohne finanzielle Mittel, aber mit viel Energie und Ausdauer begann er nun Altmaterial, vor allem Alteisen, zu sammeln.
Dazu benutzte er ein "Leiterwägeli", dem er einen Hund vorgespannt hatte. Bald darauf befestigte er seinen Anhänger hinter ein Velo. Das "Trampen" war ihm aber zu langsam und zu mühsam, daher besorgte er sich ein Motorrad mit Seitenwagen (Motosacoche). Doch in der Kriegszeit war das Benzin streng rationalisiert. Da aber Altstoffsammeln nationale Pflicht war, bekam er etwas Benzin. Dieser reichte aber zuwenig weit, darum konstruierte er einen Holzvergaser. Nach einigen Versuchen, bei denen er beinahe ums Leben kam, funktionierte der Vergaser und sein Motorrad fuhr mit Holzkohle. Das Motorrad konnte er später gut verkaufen.
Zum Ersatz kaufte er dann eine Harley Davidson, ebenfalls mit Seitenwagen. Auch die Harley Davidson hatte er auf Holzgas umgebaut.
Eine Kurzgeschichte Auf einer Schwarzfahrt während der Nacht wurde er von der Polizei angehalten. Im Seitenwagen hatte er Schwarzware. Die Polizei fragte ihn, was in diesen Sacochen rechts und links vom Motorrad sei. Die Polizisten wollten sie öffnen, doch sie waren heiss, denn sie waren ein Teil des Holzvergasers. Martin führte schnell die Funktionsweise des Vergasers vor. Die Polizisten waren so interessiert und begeistert, dass sie dabei vergassen die Waren im Seitenwagen zu kontrollieren.
Weil Martin keinen Militärdienst leistete, betrieb er diesen Handel während des ganzen Krieges.
1942 verstarb sein Vater, was für die ganze Familie ein harter Schicksalsschlag war. Trotzdem erweiterte er seine Tätigkeit auf dem Handel.
Nach dem Kriegsende erweiterte er seinen Handel auf Fahrzeuge die er reparierte und weiter verkaufte. Die Fahrzeuge hatte er teilweise schon während dem Krieg gesammelt. Die kommende Motorisierung erkennend, schaute er sich nach einer günstig gelegenen Basis für seinen Handel mit Fahrzeugen und Treibstoffen um. Diese fand er schliesslich 1948 in Suhr. Hier liess er eine, für damalige Verhältnisse, modernst eingerichtete Auto-Service-Station bauen, welche sich unter seiner Leitung gut entwickelte.
Der tägliche Weg von Gränichen nach Suhr zum Geschäft wurde ihm mit der Zeit zu umständlich. Und als sich ihm die Gelegenheit bot, gegenüber der Tankstelle ein landwirtschaftliches Heimwesen zu erwerben, kaufte er dies und zog mit seiner Mutter nach Suhr. Dort wohnte er bis zu seinem Tode.
Vom Gedanken beseelt, seinen treuen Kunden einen Dienst zu erweisen, senkte er als Erster den Benzinpreis. Damit entfachte er ungewollt den Benzin-Preiskampf. Um den Benzinumsatz zu steigern und um sich zu behaupten, suchte und fand er laufend neue Möglichkeiten.
So sah er eines Tages auf dem Titelblatt einer Zeitschrift ein Photo einer Tankstelle, auf deren Dach ein kleines Sportflugzeug als Blickfang diente. Sofort kam ihm die Idee, eine Tankstelle unter einem ausgedienten Bomber zu bauen.
So begann er nach einem Bomber zu suchen. Zuerst versuchte er sein Glück in Dübendorf. Als er dort nichts mehr finden konnte, erkundigte er sich auf dem Konsulat. Auch dort konnten sie ihn nicht weiterhelfen. Dann fiel im ein, dass in Frankfurt die amerikanische Armee stationiert war. So besorgte er sich ein Visum für Deutschland und fuhr 1950 mit seinem älteren Bruder Peter nach Frankfurt.
Der Frankfurter Flughafen, wo die amerikanische Armee Material lagerte, war direkt neben der Autobahn. Am Zaun standen viele Deutsche und schauten dem Treiben auf dem Flugplatz zu. Die Beiden hielten ebenfalls an und sahen, dass eine improvisierte Holzbrücke, die stark bewacht war, über die Autobahn direkt in den Flughafen führte. So beschlossen sie, auf diesem Wege in den Flughafen zu gelangen.
Als sie darauf mit ihrem grünen Studebaker-Cabriolet an der Schranke ankamen, ging diese sofort hoch und die beiden Wachen salutierten. Danach fuhren sie quer durch den Flughafen und fotografierten. Es ging aber nicht lange, da waren sie von der Militärpolizei mit Motorrädern und Jeeps eingekreist. Die beiden "Eindringlinge" wurden verhaftet und auf die Wache gebracht. Dort wurden sie einvernommen, was sehr umständlich war, denn die Beiden konnten kein Englisch. Man befragte sie mehrmals, so sie hineingekommen waren. Als sie zur Antwort gaben, dass sie über die Brücke gekommen waren, glaubte man ihnen nicht und der ganze Zaun wurde nach Löchern und defekten Stellen abgesucht. Nach einigen Stunden Verhör wurde der Chef des Flughafens, ein amerikanischer Oberst, gerufen. Dieser brachte seine Sekretärin mit, welche eine Deutsche war. Damit waren auch die letzten Verständigungsschwierigkeiten gelöst. Der Oberst fragte als erstes, wie sie in den Flughafen gelangt waren. Als sie sagten, sie seien mit dem Auto über die Brücke gekommen, liess er das Auto und die Wachen, die zu dieser Zeit Dienst hatten, holen.
Martin und Peter mussten sich ins Auto setzen. Da aber der Oberst ebenfalls so dick wir Martin war, sahen die Beiden genauso aus, wie der Oberst mit seinem Chauffeur. Martin hatte ein Militärhemd an und beide hatten eine weisse Kappe auf. Das Auto der Beiden war ebenfalls identisch mit jenem des Oberst. Nun war die Sache gelöst und die Amerikaner luden sie zum Essen ein. Trotzdem konnten sie dort keinen Bomber kaufen, denn es war verboten, Kriegsmaterial zu verkaufen. Doch es blieb eine Freundschaft. Die Amerikaner rieten ihnen ein abgestürztes Flugzeug zu bergen.
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