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Der Bomber mit dem Kennzeichen II ist nach einem Einsatz über Augsburg bei Alvaneu abgestürzt und in der Schweiz verschrottet worden.
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Ein Flugzeugmotor grub sich tief in die Erde ein. (298)
Selbst im zum Teil total demolierten Rumpf sind noch Einschüsse zu erkennen. (297)
Die Trümmer der
Das Trümmerfeld bei Bad Ragaz. (299)
Die Überreste der Sugar Foot wurde für weitere Abklärungen nach Dübendorf gebracht. (300)
Die Crew der Rangy Lil in Adelboden. (301a)
Beisetzung der Opfer am 5. Oktober 1943 in Bad Ragaz. Rechts aussen in der Fliegerjacke Bill Cantwell, der Pilot der Rangy Lil. (301b)
Am 5. Oktober 1943 wurde unter grossen Anteilnahme die 14 Amerikanischen Soldaten zur Grabe getragen. Jeder Sarg war mit einer Amerikanischen Flagge zugedeckt. (301)
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Der Bomber der 12th Air Force, 99th Bomb Group mit dem Kennzeichen II ist nach einem Einsatz über Augsburg bei Alveneu abgestürzt und in der Schweiz verschrottet worden. Diese zweite Maschine wurde von 1LT William J. Cantwell und 2LT Marvin R. Boydston geflogen. Zur Besatzung gehörten noch: Navigator 2LT W. H. Breslin, Bombenschütze 2LT Norton L. Marks, Ingenieur SGT Bruce S. Rowen, Funker SGT Jesse G. Maddox und den Schützen SGT Saturnine Chavez, Murray R. Phillips, Gordon T. Schenkelberger und Kenneth A. Higginbotham. Kurz vor dem Start stieg noch der Photograph SGT Herbert McArdell zu. Nur die Leute im Vorderteil der Maschine überlebten den Absturz. Jesse G. Maddox, Saturnine Chavez, Murray R. Phillips, Gordon T. Schenkelberger, Kenneth A. Higginbotham und Herbert McArdell verloren ihr Leben.Im Bericht des Kommandanten der Flieger und Flab-Truppen heisst es:Die Flab beschoss am 1.10.43 ein amerikanisches Flugzeug, welches darauf in der Gegend von Alveneu abstürzte. Ein weiteres amerikanisches Flugzeug stürzte in der Gegend von Ragaz ab. Von den total 21 Besatzungsmitgliedern dieser zwei Flugzeuge konnten sich 8 durch Fallschirmabsprung retten, die anderen wurden beim Aufprall auf dem Boden getötet. ...Die amtlichen Stellen meldeten damals für diesen Tag, dass diese Flugzeugabstürze nach vorangegangenen Luftkämpfen zwischen amerikanischen "Fliegenden Festungen" und deutschen Jägern erfolgt seien. Die US-Bombergruppe, welcher diese Flugzeuge angehörten, war von den deutschen Jagdflugzeugen bis auf schweizerisches Gebiet verfolgt und beschossen worden. Was die Deutschen allem Anschein nach allein nicht ganz schafften, führten die Schweizer in einer gespenstischen Arbeitsteilung zu Ende.Ein Augenzeuge berichtete damals:Etwa um 12.33 Uhr näherten sich von Sargans her klar sichtbar in einer Höhe von schätzungsweise 2000 Meter, fünfzehn "Fliegende Festungen" in geordneter Formation. Ein Flugzeug zog gut sichtbar Rauchfahnen nach sich. Als die Flugzeuge Bad Ragaz überflogen, eröffnete die Flab das Feuer. Plötzlich sah ich in einem anderen Flugzeug links aussen einen Feuerstrahl, gleich darauf loderte am Tageshimmel ein mächtiges Feuer auf. Das Flugzeug nahm brennend Kurs in die Tiefe und zerbarst.Die amerikanischen Maschinen gehörten einer Formation an, die zum ersten Mal von einer neu eingerichteten Luftwaffenbasis in Nordafrika aus Ziele im deutschen Reichsgebiet angeflogen hatten. Hauptmann Gottfried F. Rüegg, dessen Batterie die Amerikaner unter Beschuss nahm, verfolgte den Absturz der einen Maschine mit eigenen Augen:Ein Volltreffer einer schweizerischen 7,5cm Flabgranate riss das Schwanzstück mit Höhen- und Seitenruder weg. Der Bomber stürzte, kopflastig geworden, brennend ab. Während des Abstürzens explodierte der Rumpf. Flügel und Motoren stürzten in wildem Wirbel durch die Luft.Die Trümmer gingen etwa drei Kilometer südlich von Ragaz in einem Wald nieder. Einer der dies überlebte, war der Schütze Marion Dale Pratt. Er hatte das rechtsseitige MG der B-17 bedient. 25mal war er vor diesem Tag bereits über feindlichem Gebiet im Einsatz gewesen, meistens gegen das italienische Festland und Sizilien. Diesmal waren die Messerschmitt-Werke in Augsburg das Ziel gewesen.Pratt erinnert sich:Am 1. Oktober wurden wir für den kommenden Einsatz um 4.30 Uhr geweckt. Nach einem herrlichen Frühstück mit Eiern, Speck, Brot, Konfitüre und Grapefruits wurden wir noch bei Dunkelheit auf das Wüstenflugfeld Oudna-Bizerta gefahren, wo bereits 62 Bomber, mit Bomben vollgeladen, aufgetankt, startklar standen. Die Befehlsausgabe begann wie vorgesehen um 6.00 Uhr. Zuerst erhielten die Piloten die Zuteilung ihrer Bomber für diesen Tag, und man sagte ihnen wo sie geparkt waren. Wegen Defekten starteten aber um 8.00 Uhr nur 15 B-17, und um 8.20 Uhr 21 B-24. Wir wurden bis zum Nordrand der Insel Korsika von P-38 Lightning eskortiert. Bald nachdem sie uns verlassen hatten, überflogen wir die italienische Küste im Norden von Florenz. Nun gerieten wir in schwaches Flab-Feuer und einige Jäger griffen uns an. Nach kurzem, erfolglosem Schusswechsel verliessen sie uns aber wieder. Nun flogen wir in 5700 Metern Höhe mit Sauerstoff-Masken, vom Feind unbehelligt, über die Alpen, unter uns ein endloses Nebelmeer.Infolge sehr ungünstiger Witterung hatte sich der Bomberverband, über Deutschland fliegend, schliesslich gezwungen gesehen, noch vor Erreichen des Zieles wieder umzukehren. Plötzlich klarte sich der Himmel auf, und um 12.10 Uhr griffen uns 20 Messerschmitt Me-109, aus der Sonne kommend, von vorne an. Nachdem sie eine Volte geflogen hatten griffen sie uns noch einmal von hinten an. Die Me-109 flog so nahe an meinem offenen MG-Stand vorbei, dass ich das Gesicht des Angreifers sehen konnte. Danach überquerten wir ohne es zu wissen, die Schweizer Grenze und erhielten über dem Festungsgebiet von Sargans schweizerisches Flab-Feuer. Hunderte von Geschossen und Splittern sausten vom Heck zum Bug durch den Rumpf. Dieser Angriff tötete den Piloten 1LT Burton C. English und den Copiloten 2LT Donald M. Prentice. Dem Bombenschützen, 2LT Irving B. Patten gelang es noch, sterbend den Bombenschacht zu öffnen und die Bomben abzuwerfen, damit sie nicht an Bord explodierten. Den Funker, SGT Joseph R. Carroll, der am MG im Funkraum stand, traf ein Streifschuss am Bein. Er sank in die Knie, so dass dann die Geschossgarbe über seinen Kopf hinweg schoss, und ihn verschonte. Ich wurde an die Decke gedrückt und war nun sicher, dass alles vorbei sei. Plötzlich wurde etwas vom Flugzeug weg-gerissen, wo Schütze Norris W. King und ich lagen, und wir fielen wieder auf den Boden zurück. Alles drehte sich wie im Traum, Ausrüstungsgegenstände, Patronen-Gurten und Hülsen. Alles flog um uns herum. Ich lag auf dem Rücken am Boden und wartete, dass der Bomber in wenigen Sekunden auf dem Erdboden aufschlagen werde. Während dieses torkelnden Sturzfluges kroch ich längs der Bordwände zur Fensteröffnung des MG-Standes und stiess mich bewusst ins Leere hinaus.Der MG-Schütze des Funkturmes, Norris W. King wurde durch die Explosion eines Sauerstoffbehälters durch den offenen Bombenschacht ins Freie geschleudert. Auch der Kugelturmschütze, SGT Elmer D. Wheadon wollte mit dem Fallschirm abspringen, konnte sich aber nicht rechtzeitig aus seiner engen Lage befreien. Im freien Fall griff ich nach der Reissleine, zog sie, aber nichts geschah. Der Fallschirm öffnete sich nicht. Da ich einen Brustfallschirm trug, begann ich, den Sack zu durchwühlen. Nach einigen Momenten, die mir wie Jahrhunderte erschienen, fand ich einen Seidenstreifen und zog daran. Zu meinem Glück kam dahinter der ganze Fallschirm mit all seinen Leinen und öffnete sich schlagartig. Ich wurde mit einer schrecklichen Kraft aufwärtsgezogen und spürte Schmerzen in allen Gliedern. Für ein, oder zwei Sekunden hielt ich die Augen geschlossen und wunderte mich, dass ich noch am Leben war. Ich dankte Gott dafür. Unter mir sah ich ein schönes, breites Tal mit einem grossen Fluss und über mir noch zwei Fallschirme. Nach einem harten Aufschlag auf dem Erdboden begann ich sofort, den Fallschirm einzurollen, da ich Flugzeuge hörte und glaubte, wir würden von ihnen beschossen. Wir drei Geretteten waren nur ca. 140 Meter voneinander zur Erde gekommen und glaubten zuerst, in Deutschland zu sein.Später wurden sie von Schweizer Soldaten aufgegriffen. Die Zweite Maschine, die eine Rauchfahne nach sich zog, und offenbar schon vor dem Schweizer Angriff angeschlagen war, stürzte kurz danach bei Alveneu ab. Es wird sich nie mehr aufklären lassen, ob bei dieser B-17 die deutschen, oder schliesslich die schweizerischen Treffer den Ausschlag für den Absturz gegeben hatten. Wahrscheinlich aber hatten die Schweizer noch einen zusätzlichen Motor durchlöchert.Der Pilot 1LT William J. Cantwell erklärte bei der Vernehmung:Schon bei den ersten Angriffen der deutschen Jäger wurde der Motor 1 getroffen, wodurch er vollkommen ausfiel. Bald war auch der zweite Motor auf der linken Seite so stark beschädigt, dass der Propeller in Segelstellung gebracht werden musste. Der Anschluss an die Formation ging immer mehr verloren. Nur durch starkes Hinunterstechen, wodurch aber Höhe verloren ging, konnte der Schutz der Formation noch etwas ausgenützt werden. Als dann aber der Motor Nummer 3 Feuer fing, war die Sache klar, dass es nur noch eine Rettung gab. Über die Bordfunkanlage wurde der Befehl zum Absprung gegeben.Die Beerdigung fand am 5. Oktober 1943 in Bad Ragaz statt. Vierzehn mit amerikanischen Sternenbannern umhüllte Zinksärge reihten sich aneinander. Neben den sieben Toten von Bad Ragaz und den sechs von Alveneu wurde auch Joseph F. Maloney beigesetzt. Seine Leiche befand sich an Bord jener B-17, die einen Monat zuvor am 6.September 1943 nach einem Angriff auf Stuttgart in den Bodensee gestürzt, und am 30. September aus ca. 70 Meter Tiefe geborgen worden war.
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Absturz
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Alvaneu
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| Flugzeugart: |
Bomber
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| Flugzeugtyp: |
B-17 Flying Fortress
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| Flugzeugbezeichnung: |
B-17 F-30-VE
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| Flugzeugname: |
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| Einteilung: |
12th Air Force, 99th Bomb Group, 347th Squadron
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| Basis: |
Oudna (TU)
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| Auftrag: |
Bombardierung
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| Einsatzziel: |
Messerschmitt-Werke Augsburg (D)
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| Rückkehr: |
in der Schweiz verschrottet
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| Besatzung: |
Pilot: William J. Cantwell, 1st Lt
Copilot: Marvin R. Boydstun, 2nd Lt
Navigator: Walter N. Breslin, 1st Lt
Bombardier: Morton L. Marks, 2nd Lt
Engineer: Bruce R. Rowen, Jr., T/Sgt
Radio: Jessie G. Maccox, Jr., T/Sgt, im Kampf gestorben
Ball Turret: Herbert G. McArdell, S/Sgt, im Kampf gestorben
Right Waist: Murray R. Phillips, S/Sgt, im Kampf gestorben
Left Waist: Gordon Schenkelberger, S/Sgt, im Kampf gestorben
Tail Gunner: Saturnine Chavez, S/Sgt, im Kampf gestorben
Photographer: Kenneth A. Higginbotham, T/Sgt, im Kampf gestorben
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| Werknummer: |
42-5856
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| Kennzeichen: |
II
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| Squadroncode: |
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| CH Archiv Nr.: |
A010
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| US MACR Nr: |
795
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| Autor: |
Stefan Naef
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| Quelle: |
Cockpit
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